Gemeinschaft von Ehepaaren
  

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Was ist die END?

Die Equipes Notre-Dame ist eine internationale, weltweite Bewegung/Gemeinschaft, die seit 1938 besteht. Heute ist sie in allen Erdteilen der Welt vertreten und besteht seit 1958 auch in Deutschland. Equipes Notre-Dame, kurz auch END, ist eine Laienbewegung innerhalb der katholischen Kirche, die das Ziel verfolgt den christlichen Ehepaaren zu helfen, alle Dimensionen des Ehesakramentes zu entdecken und zu leben.

Mitglied werden kann jedes im Sakrament der Ehe verbundene Paar, das die Ziele und Methoden der Bewegung annimmt. Die Statuten sind anerkannt durch den Päpstlichen Rat für die Laien als "Vereinigung von Gläubigen privaten Rechts", gemäß den Normen der Canones 298-311 und 321-329 (19. April 1992).




Foto: www.pixelquelle.de 
Die Gottesmutter Maria gibt der Bewegung ihren Namen. Wegen ihrer Haltung des Hörens und der Demut ist sie die beste Wegweiserin auf dem Weg der Verbundenheit mit Gott.

Themen auf dieser Seite

  Spiritueller Grundgedanke und Absicht der END

  Konkretes Leben in einer Gruppe innerhalb der END-Gemeinschaft

  Konkrete Mittel des Bemühens - konkrete Hilfen auf dem Weg

  Die END-Briefe

  MAGNIFIKAT - Gebet der END

  Spiritueller Grundgedanke und Absicht der END

Die konkrete Absicht der END ist es, dass sich die christlichen Ehepaare neu besinnen, ihre sakramentale Berufung erkennen und bewusst aus dem Glauben heraus leben, in Treue zur Lehre der röm.-kath. Kirche; nicht nur in ihrer persönlichen Ehebeziehung sondern auch im Hinblick auf die eigene Familie und gegenüber der Welt. Die Ehepaare sollen auf der Basis konkreter Hilfen, die die END als Leitfaden entwickelt hat, ihr Eheleben danach ausrichten, "für Christus, mit Christus und durch Christus zu leben."

Die Grundorientierung für die END ist die Liebe, die uns Christus vorgelebt hat. "Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus deinem ganzen Denken und all deiner Kraft. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (Mk 12,30-31)
In dieser Liebe zu wachsen, ist die Aufgabe des ganzen Lebens. Die END will ihre Mitglieder dabei unterstützen und lädt sie ein, sich gegenseitig zu helfen, um in der Liebe zu Gott und zu seinem Nächsten voranzuschreiten.

Die END wendet sich an katholische als auch an kath.-evangelische Paare jeden Alters, jeder Nationalität, mit oder ohne Kinder.

 
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  Konkretes Leben in einer Gruppe innerhalb der END-Gemeinschaft


5-7 Ehepaare und ein Priester schließen sich zu einer END-Gruppe zusammen. Sie versammeln sich "im Namen Christi" und sind damit mehr als nur eine menschliche Gemeinschaft. Sie sind eine christliche Gemeinschaft. Sie verstehen sich als Kirche im kleinen. Der Priester wird als geistlicher Beirat in die Gruppen miteinbezogen und macht so die Verbindung mit der Amtskirche sichtbar. Der Priester übernimmt keine Leitungsverantwortung, denn die Gruppe lebt aus dem Geist des gegenseitigen Dienens. In Fällen, in denen der Priestermangel ein Hindernis für das Entstehen neuer Gruppen ist, können hierfür ausgebildete Ehepaare eine begleitende Aufgabe übernehmen. Die Gruppenmitglieder treffen sich einmal im Monat zur Monatsversammlung, die üblicher Weise jeweils abwechselnd bei einem der Ehepaare zu Hause stattfindet.

Drei Aspekte werden in der monatlichen Versammlung gelebt.

a)  Mahl und Lebensaustausch

Ein einfaches Mahl zu Beginn des Abends als Ausdruck der Freundschaft. Schon in der Apostelgeschichte wird uns berichtet, dass die ersten Christen "zusammen in ihren Häusern das Brot brachen und ihr Mahl in Freude und Einfalt des Herzens einnahmen" (Apg 2,46). Dabei tauscht man sich über die Erlebnisse des Vormonats aus.

b)  Schriftlesung und gemeinsames Gebet

Die Schriftlesung und das gemeinsame Gebet bilden den Mittelpunkt und Höhepunkt des Gr?uppenabends. Als Ehepaar und Gruppe vor Gott zu treten, seine Gegenwart erleben, ihn loben und preisen, Fürbitte und Dank aussprechen sind wichtige Bausteine innerhalb des Gruppenabends. Die Verbundenheit miteinander im Gebet, das Sich-Getragen-Fühlen in Sorgen und Freuden durch die anderen Gruppenmitglieder und letztlich durch Gott, das bewusste Zuwenden zum Nächsten im Gebet gibt ein Gefühl für Gemeinschaft mit allen und besonders für die Gemeinschaft mit Christus.

c)  Mitteilen und Austausch

Jede Gruppe gibt sich für die Dauer eines Arbeitsjahres ein festes Thema. Jedes Ehepaar für sich bespricht das Arbeitsthema gemeinsam als Vorbereitung auf die Monatsversammlung. Während des Gruppenabends erfolgt ein reger Austausch über das Arbeitsthema, der gleichzeitig zur Glaubensvertiefung beiträgt. Auch der Priester bereitet das Arbeitsthema vor. Durch die Ergänzung der Aussagen von Ehepaaren und Priester kann das Antlitz Gottes in der je eigenen Weise der beiden Sakramente - Ehe und Priesterweihe - erfahrbar werden. Das gemeinsame Beten des Marianischen Hymnus "Magnifikat" (vgl. auch unten) und der priesterliche Segen bilden den Abschluss einer Monatsversammlung. Das Magnifikat ist das Gebet der Bewegung. Die Gottesmutter soll Vorbild des Beters sein und im Gebet soll man dem Gottesbild, wie es Maria hat, nahe kommen.

Neue END-Gruppen werden ca. ein Jahr lang intensiv eingeführt, um die Berufung erlebbar zu machen. Erfahrene Ehepaare begleiten dabei neu gebildete Gruppen, bis sie ?aus eigener Kraft ihr Gruppenleben gestalten können. Die Ehepaare einer neuen Gruppe entscheiden sich nach dem Einführungsjahr, ob sie sich der Equipes Notre-Dame anschließen wollen.


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  Konkrete Mittel des Bemühens - konkrete Hilfen auf dem Weg

Die END bietet ihren Mitgliedern ein Gruppenleben und praktische Hilfen an. Damit nähren die Ehepaare ihre gegenseitige Liebe und durch sie wachsen die Eheleute in der Liebe zu Gott und zum Nächsten. Diese Hilfen machen die Ehepaare zu aktiven Mitgliedern der Bewegung, die befähigt sind, die Frohe Botschaft zu leben und zu verkünden.

a)  Das gemeinsame Gebet

Das gemeinsame Gebet des Ehepaares nimmt eine zentrale Stellung ein. Dieses gemeinsame Beten kann ein Formelgebet, ein Lied oder ein freies Gebet sein. In der Gegenwart Gottes können die Ehepartner einander mit Liebe und Respekt begegnen und so einander Trost und Stärkung geben und zur Einheit gelangen; zur Einheit als Paar und zur Einheit mit Gott. Das Ehepaargebet stellt die Weichen für ein späteres Familiengebet. Bei einem täglich Gebet sollte auch das tägliche Beten des Magnifikats nicht fehlen, um eine geistige Verbindung mit anderen END-Gruppen und dem Gebet der Kirche herzustellen.

b)  Die Lebensregel

Jeder Gruppenteilnehmer soll sich eine "Lebensregel" beispielsweise für ein Jahr geben, d.h. er soll sich auf einem konkreten Teilgebiet seines Lebens einen für ihn nicht zu anspruchsvollen Lebensvorsatz fassen, wo er Schwierigkeiten hat oder auch immer wieder Rückschläge erleidet. Diese Lebensregel ist eine ständige Aufforderung an den Teilnehmer an seiner eigenen Persönlichkeit zu arbeiten und sein persönlichen Leben noch mehr nach dem Willen Gottes auszurichten.

c)  Die Stunde der Besinnung

Die Stunde der Besinnung ist die monatliche Besinnung des Ehepaares vor Gott, ein Gespräch unter vier Augen, wo Gott mitten unter ihnen ist. Diese Besinnungsstunde ist eine wertvolle Zeit, in der das Paar offen vor Gott miteinander spricht, einander zuhört und einander annimmt. Dieser Weg ist nicht immer leicht, aber es ist eine wertvolle Hilfe dem Partner in Liebe und im Glauben an das Gegenwärtigsein Gottes zu begegnen und zu einer Einheit zu gelangen. Dazu sagte Abbé Caffarel: "Diese Pflicht, sich hinzusetzen, ist nur ein Mittel, eure Liebe und euer Heim jung und lebendig zu erhalten."

d)  Das Jahresthema und die Monatsversammlung

Gemeinsam bearbeiten die Eheleute das Jahresthema, tauschen sich darüber aus um vorbereitet an der Monatsversammlung teilzunehmen. Die Teilnahme sollte eine angenehme und selbstverständliche Pflicht sein. Der Austausch an Glaubenserf?ahrungen und die gegenseitigen Hilfen im religiösen Wachstum haben zur Folge, dass das Leben in Ehe, Familie und auch im Hinblick auf die ganze kirchliche Gemeinschaft immer mehr vom Glauben gelebt wird und zu einem erneuerten Leben führt.

e)  Die Teilnahme an Exerzitien

Nach Möglichkeit soll jedes Ehepaar gemeinsam einmal im Jahr an Exerzitien teilnehmen. Sie bieten die Chance fern vom Alltag ruhig zu werden, sich intensiver auf sich selbst und auf Gott einzulassen und zu einer tiefen Hingabe an Gott zu gelangen.

Die END möchte ihren Mitgliedern, ihren Ehepaaren helfen in der Liebe zum Ehepartner, in der Liebe zum Nächsten und in der Liebe zu Gott zu wachsen.
Die genannten konkreten Hilfen sollen die Mitglieder unterstützen sich gegenseitig zu helfen, um das Ziel "bei Gott zu sein" zu erreichen. Die Gemeinschaft mit anderen ist auch nach biblischem Verständnis eine Voraussetzung für Heil. Regelmäßige Schriftlesung, Glaubensvertiefung, Bemühen um eine tiefe Partnerschaft durch Gespräch, aufeinander Hören, christliche Erziehung der Kinder, Gastfreundschaft und Offenheit zu pflegen und sich in Kirche und Gesellschaft engagieren sind tiefgreifende Vorsätze, die auch weit in unsere Gesellschaft hineinreichen, wenn sie die Mitglieder von tiefem Herzen her verwirklichen.


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  Die END-Briefe



END-Brief
Der Monatsbrief der END ist eine Informationsquelle um das Wesen und Leben der Gesamtbewegung besser kennen zulernen.
Man findet darin Nachrichten über die Gruppen, Berichte über einzelne Erfahrungen, Gebetstexte und Informationen, nicht nur über den deutschsprachigen Raum sondern man spürt gerade beim Lesen des Monatsbriefes auch die Internationalität der Bewegung. 

Tipp:   Alle bisherigen Briefe kann man hier downloaden.


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  MAGNIFIKAT - Gebet der END

Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

   Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
   Siehe, von nun an preisen mich alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.

   Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
   über alle die ich fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
er zerstreut die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.

   Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
   und lässt die Reichen leer a?usgehen.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
Und denkt an sein Erbarmen,

   das er unseren Vätern verheißen hat,
   Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

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